Version 0.1 (ß-Version), 04/2002

BESUCHT - 12. Berliner Tattoo-Convention

Bereits zum 12. Mal fand vom 06. bis 08. Dezember 2002 die Tattoo-Convention in Berlin statt. Wenn eine Convention zu Recht das Präfix "International" tragen darf, so ist dies wohl die Berliner Convention, denn der Schwerpunkt der anwesenden Tätowierer lag eindeutig auf dem Ausland. Rund 60 ausländischen Studios standen 20 deutsche gegenüber. Mit dabei waren durchaus klangvolle Namen aus aller Herren Länder, z.B. Bernie Luther aus Österreich, Heidi Hay aus Schweden, Marco Bratt aus den Niederlanden, Till aus Honduras, jede Menge traditioneller Handarbeiter wie Hori Hiro und das Team von den Borneo Headhundert und - ganz selten auf deutschen Conventions - die Leu-Family aus der Schweiz. Bei den deutschen Tätowierern verdient besonders Sabine Gaffron eine Erwähnung, denn immerhin ist sie ja derzeit on the road und ist daher hierzulande eher selten zu finden.

Die Convention fand wie schon in den Vorjahren in der altehrwürdigen Columbiahalle in der Nähe des Flughafens Tempelhof statt. Allerdings zeigte sich dieses Jahr deutlich, daß diese Halle für die große Anzahl von Publikum, welches die Convention anzieht, einfach zu  klein ist. Das Gedränge war insbesondere am Samstag Abend sehr extrem. Hier sollte sich der Veranstalter wirklich überlegen, in eine größere Location umzuziehen.

Trotz der großen Anzahl an Tattoo-Artists konnte sich wohl keiner von ihnen über zu wenig Arbeit beklagen. Permanent war das vielfache Surren der Tattoo-Guns zu hören und es wurden einige wirklich schöne Arbeiten gestochen. Scheinbar geht der Trend momentan wieder hin zu klassischen Old-School-Motiven. Wie sonst liese sich erklären, daß mir auffiel, wie viele Sacred-Hearts gestochen wurden?

Als besonderes künstlerisches Highlight kann getrost die Art-Fusion, wie sie auch schon bei der diesjährigen Hamburger Convention zu sehen war, genannt werden. Einige Künstler arbeiten gemeinsam an einem Kunstwerk, d.h. einer fängt an, nach einer gewissen Zeit kommt der nächste dran, und so weiter - was hier auf den Leinwänden (nein, nicht auf menschlicher Haut *g*) entstand, war wirklich sehenswert.

Von der Auswahl der Tätowierer und vom Rahmenprogramm her ist die Berliner Convention wirklich eine der besten, die es hierzulande gibt. Weiter so!

Ein Bericht von Alex

P.S. Es folgen noch einige Impressionen von der Convention:








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