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PIERCING UND KRANKENVERSICHERUNG
In der Online-Ausgabe des „Spiegel“ vom 04.04.2002 ist unter http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,190249,00.html der folgende Beitrag zu finden:
WER PIERCEN WILL, SOLL ZAHLEN
Viele Jugendliche finden einen metallenen Sticker im Mund ziemlich cool. Doch bei solchen Eingriffen sind Gesundheitsschäden nicht ausgeschlossen. Wer sich die Zunge piercen lässt, soll nach dem Willen der bayerischen Sozialministerin nur noch eingeschränkt krankenversichert sein.
Bayerns Sozialministerin Christa Stewens sagte gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ Kassenmitglieder, die sich bewusst selbst schädigten, könnten die Gemeinschaft der Versicherten nicht für die Folgen haftbar machen.
Bei grob fahrlässigem Verhalten sollten sich Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen an den Kosten beteiligen müssen. Diese Regelung soll nach den Vorstellungen Stewens für die Krankenkassen verpflichtend sein. Als weitere Beispiele für fahrlässiges Verhalten nannte die CSU-Politikerin Autofahren ohne Sicherheitsgurt, Fahren mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit sowie Handy-Telefonate am Steuer. Bislang machten die Kassen von der Möglichkeit der Kostenbeteiligung zu selten Gebrauch, sagte die Ministerin.
Soweit also die Meldung aus dem „Spiegel“.
Tja, was soll man dazu sagen? Klar doch, wer sich pierct, der geht ein besonderes Gesundheitsrisiko ein, also ist es nur recht und billig, wenn er sich auch an den Kosten für die Behandlung eventuell auftretender Komplikationen beteiligt...
... aber dann sollen sich bitte auch alle anderen Bevölkerungsgruppen, die ein besonderes Gesundheitsrisiko eingehen, an den Kosten ihrer Behandlungen beteiligen, z.B. Fußballer, Fahrradfahrer, Raucher, Alkoholtrinker, Fleischesser, Inline-Skater, Skifahrer, Taucher, Autofahrer, Nasenbohrer, Hampelmänner, ...
Wir von tattoocity.info sind der Meinung, daß die liebe Frau Ministerin sich wohl mittels solcher Aussagen profilieren und für Höheres empfehlen will – wer weiß, vielleicht will sie ja in das Schattenkabinett des bayrischen Kanzlerkandidaten aufgenommen werden. Man kann Frau Stewens eigentlich nur raten, vor Benützen des Mundwerkes das Gehirn einzuschalten.
Ein Bericht von Alex
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