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2. Landauer Tattoo-Convention, 10. und 11. Mai 2003
Neben den großen, fast schon klassisch zu nennenden Conventions wie Frankfurt, München, Berlin, Hamburg oder Dortmund gibt es hierzulande auch immer mehr kleinere Veranstaltungen dieser Art, häufig in Orten, bei denen manche der anreisenden Tätowierer erst mal auf der Landkarte gucken müssen, wie sie da überhaupt hinkommen. In diese Kategorie kann man wohl auch die Convention in Landau/Pfalz einordnen, die am 10. und 11. Mai 2003 zum 2. Mal über die Bühne ging. Veranstaltet wurde sie von RSK-Events in Verbindung mit den beiden Landauer Tattoostudios Tattoo-Hautnah und Power-Studio.
Ort der Veranstaltung war die altehrwürdige Süwega-Halle, eine Holzhalle aus den Fünfziger-Jahren mit dem morbiden Charme von abbruchreifen Gebäuden. Aber dies tat dem guten Gelingen der Veranstaltung keinen Abbruch.
Tatort: Die Süwega-Halle in Landau
Das Innere der Süwega-Halle
Schon kurz nach Beginn am Samstag nachmittag um 14.00 Uhr war die Halle gut gefüllt und dies blieb auch bis weit nach Mitternacht so; aber die Besucher kamen nicht nur zahlreich, sie legten sich auch zahlreich unter die Nadel. Eigentlich war an fast allen der ca. 15 – 20 Stände der diversen Tätowierstudios permanent etwas zu tun. Neben den auf Conventions häufig gestochenen kleineren Pieces entstanden teilweise auch richtig gute und große Werke.
Neben der Möglichkeit, sich Tätowieren oder Piercen zu lassen, gab es natürlich auch ein Bühnenprogramm. Hier fiel positiv auf, daß auf die bei anderen Conventions häufig zu findende und häufig viel zu laute Live-Musik verzichtet wurde. Statt dessen sorgte Moderator Arafat aus München, in der Szene kein Unbekannter, dafür, daß im Hintergrund in dezenter Lautstärke gediegene Rockmusik lief. Auf der Bühne gab es natürlich Contests der unterschiedlichsten Art, z.B. Best of Cooler, Best of Black & Grell, Best of Tribal und natürlich Best of day.
Best of day, Samstag
Die stolze Gewinnerin des samstäglichen Best of day-Contests, zusammen mit Sina, die es gestochen hat
Ergänzt wurde das Bühnenprogramm durch eine Bodypainting-Vorführung sowie durch zwei Auftritte von Lord Insanity, der in seiner Freakshow einiges zeigte, was nicht zum Nachmachen empfohlen ist. Vergleichsweise harmlos war noch, daß er eine Flasche mit Sekundenkleber an seiner Hand festklebte und sie dann von einer Person aus dem Publikum abreißen (die Flasche natürlich, nicht die Hand *g*) ließ. Heftiger waren dann schon die diversen Gewichte, die er mittels seiner Piercings in die Höhe hob, z.B. eine Aluminiumleiter mittels der Ohrpiercings. Ganz extrem waren dann z.B. die Silvester-Feuerwerkskörper, die er im Mund explodieren ließ. Hier kann man nur sagen: Kids,Zeitungsbericht don’t try this at home.
Wie schon erwähnt, war die Lautstärke der Musik in der Halle sehr erträglich; dies war sehr angenehm, ebenso wie das Rauchverbot in der Halle. Hier sieht man, daß sich das Veranstalterteam um Kai von RSK-Events wirklich Gedanken um das Wohlbefinden der Besucher gemacht hat. Dies zeigte sich auch bei den höchst humanen Eintrittspreisen (7,00 EUR, ermäßigt 5,50 EUR) sowie bei den Preisen für Essen und Getränke. Da sieht man als Besucher auch mal über die bescheidene Akustik und die nicht mehr ganz zeitgemäßen sanitären Anlagen in der Halle hinweg.
Alles in allem hat die Landauer Convention durchaus einen gewissen Charme, wie auch Kollege Volker Rost von der Zeitschrift Tattooscene Live bestätigte – klein, überschaubar, familiär, gemütlich. Hoffen wir, daß Kai und sein Team auch im nächsten Jahr ihre Convention durchführen.
Zum Schluß ein Wort in eigener Sache: die Technik hat uns wieder mal einen Streich gespielt. Zwar haben wir viele Fotos geschossen, aber unser Diktiergerät spielte verrückt, so daß es uns leider nicht möglich ist, den Fotos die Namen der Träger der Tattoos zuzuordnen. Dies tut uns wirklich leid. :-(
Ein Bericht von Alex
Zum Pressespiegel der Landauer Convention
Es folgt die Bildergalerie von Samstag, 10.05.03 - Wie üblich gilt: durch Anklicken der Thumbnails wird eine Slideshow geöffnet.
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