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GETESTET - MAGIC METAL, KÖLN

Wer mich kennt, der weiß, daß ich mich recht stark für Bodyart (Tattoos und Piercings) interessiere - und dem ist vielleicht auch schon aufgefallen, daß fast meine sämtlichen Meinungen über Tattoo- oder Piercingstudios sehr positiv ausgefallen sind. Das hat aber sicher nix damit zu tun, daß ich die Läden schönreden will oder so - vielmehr hängt es damit zusammen, daß ich die Läden, in denen ich an mir arbeiten lasse, sehr sorgfältig aussuche, denn immerhin geht es dabei um meine Gesundheit.

Umfangreiche Kriterien für die Auswahl eines guten Piercingstudios habe ich in "Das richtige Piercingstudio". Die dort genannten Kriterien sind für mich der Maßstab dafür, ob ich mich für ein Studio entscheide oder nicht.

Auch wenn ich inzwischen einige gute Studios kenne so bin ich dennoch immer wieder auf der Suche nach neuen, guten Studios:

Vor ein paar Tagen verschlug es mich beruflich nach Bonn - und Bonn ist ja bekanntlich nicht weit weg von Köln. In Köln aber kenne ich seit geraumer Zeit eine Piercerin: Sira von MagicMetal (www.magicmetal.de). Kennengelernt hab ich sie über die deutschsprachige Bodyart-Newsgroup de.rec.bodyart. Eine weitere Userin dieser Newsgroup war schonmal dort, um sich "lochen" zu lassen. Und da sie sehr begeistert war, beschloß ich, auch mal dort vorbeizuschauen.

Gesagt, getan, ich machte einen Termin aus. Bereits hier zeigte sich, daß MagicMetal ein wirklich professionell arbeitendes Studio ist, denn es wurde schon im Vorfeld auf verschiedene Faktoren hingewiesen:

- ein paar Tage vor dem Piercing kein Aspirin mehr einnehmen
- am Tag des Piercings so wenig Koffein wie möglich zu sich nehmen
- dafür aber mit einer guten Grundlage im Magen zum Termin kommen.

All diese Hinweise sind sehr wichtig, da Aspirin und/oder Koffein zu stärkeren Blutungen führen können. Auf nüchternen Magen sollte man sich deshalb nicht piercen lassen, weil sonst der Kreislauf eher Probleme machen könnte. Mir persönlich war das zwar alles schon bekannt, aber es ist schon gut so, wenn man es sicherheitshalber allen Kunden mitteilt.

Da es u.a. um das Neustechen eines meiner rausgewachsenen Bauchnabelpiercings ging, hatte ich schon entsprechenden Schmuck zuhause rumliegen. Sira akzeptierte problemlos, daß ich den Schmuck "recyclen" wollte - andere Studios hätten sich hier evtl. geweigert, da sie ja unbedingt ihren Schmuck verkaufen wollen (weil sie da dran ja auch verdienen). Also schickte ich den Schmuck vorab per Post zu MagicMetal, damit er noch sterilisiert werden konnte.

Irgendwann war ich dann also in Köln. Mit Siras Wegbeschreibung fand ich das Studio, welches sich 2 Fußminuten vom Hbf. entfernt befindet, recht schnell. Da das Studio sich in der Wohnung von Sira und ihrem Freund Tobias befindet, ist es als solches von außen nicht zu erkennen. Man muß also schon vorher mit den beiden einen Termin ausmachen (entweder unter der e-Mail-Addy mail@macigmetal.de oder per Telefon unter 0221-1394741), damit sie Adresse und ggfs. Wegbeschreibung rausrücken.

Bei den beiden unter'm Dach angekommen unterhielten wir uns erst mal eine ganze Weile. Die beiden sind wirklich total nett.

Irgendwann wurde es dann doch Zeit, zum "Ernst des Lebens" zu kommen. Wir gingen also in den Raum, in dem gepierct wird - alles sehr sauber und vertrauenserweckend (meine Kriterien aus der o.g. Meinung "Das richtige Piercingstudio" wurden voll und ganz erfüllt).

Der Vorgang des "Lochens" wurde sehr routiniert und gründlich durchgeführt. Auffallend war, daß Tobias ohne die bei den meisten Studios übliche Klammer zum Fixieren des Gewebes stach. Dies ist insofern sehr angenehm, als daß eine Klemme bei unsachgemäßer Handhabung (sprich: zu festem Einrasten) doch recht unangenehm sein kann (manchmal sogar unangenehmer als das Piercen selbst). Das Stechen selbst beherrschte Tobias wirklich sehr gut; klar, es schmerzte ein bißchen, aber das ist bei Piercings zum einen normal und gehört zum anderen auch irgendwie dazu (wenn's nicht wehtun würde, würde sich ja jeder Piercen lassen *g*). Im Vergleich mit anderen Studios kann ich feststellen, daß Tobias zu den Piercern gehört, die relativ schmerzarm stechen (wobei das natürlich auch von der zu piercenden Stelle und von der Tagesform des zu Piercenden abhängt). Ruckzuck waren die beiden Piercings gestochen und der Schmuck war drin.

Anschließend gab's auf Kosten des Hauses noch was zu Trinken - natürlich Alkohol- und Koffeinfrei, denn beides ist nach dem Piercen nicht so gut. Bei einer netten Unterhaltung klang mein Piercing-Termin aus.

Ich kann MagicMetal auf's Wärmste empfehlen. Nicht nur daß die Beiden gut, gründlich und sauber arbeiten, nein, man fühlt sich in ihrer Gegenwart auch recht schnell wohl, was auch nicht ganz unwichtig ist. Da das Piercen an sich schon ein recht intimer Akt sein kann, sollte man sich einen Piercer raussuchen, mit dem man sich versteht, da man sich ansonsten nur verkrampft. Also, wer in der Umgebung von Köln Löcher im Körper braucht, der sollte MagicMetal ernsthaft in Erwägung ziehen.

Weitere Infos gibt's unter
www.magicmetal.de.

Ein Bericht von Alex